Elektrofahrzeuge sorgen für mehr Besuche bei Freunden / Verwandten

Elektrofahrzeuge sorgen für mehr Besuche bei Freunden / Verwandten

Eine gewagte These? Wohl kaum! Man kennt das doch selber, man ist in der Stadt wo man ggf. Bekannte hat und lässt sich dort trotzdem nicht blicken. Zu wenig Zeit, gar keine Zeit oder falsche Zeit – das sind dann oft die Ausreden. „Beim nächsten mal komm ich mal rein…“ verspricht man sich dann am Telefon und weiß insgeheim schon das man es sowieso nicht tut.

Anders könnte das werden, wenn man ein Elektrofahrzeug hat. Bei meinem 14 tägigen Renault Twizy Test habe ich nämlich genau das gemacht. Klar, der Radius war etwas eingeschränkt, dennoch habe ich jede Gelegenheit zum Aufladen genutzt. Das Elektrofahrzeug als Kommunikationsvermittler? „Möchtest Du was trinken?“ – „Ja! Und ich hätte gerne eine Steckdose!“

Eigentlich müssten sich Geschäfte, Bars und Restaurants diese „Not“ nun zu ihren Gunsten auslegen. Aus der Not eine Tugend machen! Gerade in Großstädten würden sicherlich Cafés mit Ladestation gut ankommen, denn wer will schon wirklich zur buckeligen Verwandschaft ;).

Ich selber habe auch dort geladen, also bei der Verwandschaft. Im Hinterkopf natürlich der Gedanke: „Hah, die Fahrt geht nun nicht auf meine Stromrechnung!“ und genau da muss man dann auch bei den Restaurants bzw. Cafés ansetzen: Ein Schnellader / Eine Schnellladestation und das passende Menü dafür. Appetizer, Hauptgang, Nachtisch und noch ein Absacker und dann geht die Reise auch schon wieder weiter. Mit zwei vollen Akkus, einmal der vom Elektromobil und natürlich auch der eigene.

Arbeiten im Café? Dank WIFI oder UMTS für die meisten jetzt schon kein Problem mehr. Der Mensch ist vernetzt und das Auto ist es auch, es gibt Elektrofahrzeuge die den Ladezustand per Smartphone-App mitteilen können. Eigentlich eine schöne neue Welt, oder? Wenn es jetzt noch Induktive Parkplätze mit Stromversorgung geben würde, so das man nicht mal mehr einen Finger rühren müsste. Das wäre was. Magnetisch geht es übrigens bei einigen Ladestationen zu. Während des Ladevorgangs kann man den Stecker nicht einfach so „entfernen“ der wird magnetisch festgehalten und glaubt mir, ihr reißt vermutlich eher das Kabel ab als den Stecker aus der Ladesäule. Dort wirken Elektromagnete und die halten Bombenfest. Bei anderen Säulen gibt es Schlösser bzw. die Möglichkeit eigene Schlösser / Hängeschlösser zu verwenden um Spaßvögel davon abzuhalten den Ladevorgang zu stoppen.

So ein Elektromotor würde ohne Magnetismus übrigens auch nicht funktionieren. In Elektromotoren wird die Kraft, die von einem Magnetfeld auf die stromdurchflossenen Leiter einer Spule ausgeübt wird, in Bewegung umgesetzt. Damit können dann zum Beispiel Fahrzeuge angetrieben werden. Die größten Vorteile beim Elektroantrieb sind sicherlich neben den umwelttechnischen Aspekten die Drehmomentabgabe. Ohne Unterbrechung liegt das Drehmoment bis zur Höchstgeschwindigkeit an, das kann kein anderer Antrieb leisten. Der Motor an sich pustet auch keine Emissionen (Abgase) in die Umwelt, natürlich darf man nun aber nicht vergessen, dass der Strom für den Motor auch erst noch hergestellt werden muss. Richtig „sauber“ fährt nur derjenige der z.B. mit Solar-Strom, Strom aus Wasser- oder Windkraftwerken fährt.

Wie dem auch sei, denkt an eine kleine Gegenleistung für die „Hüter der privaten Lademöglichkeiten“ – kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und wer möchte schon den Vorwurf des Ausnutzens auf sich ruhen lassen.