Das Internet ist für Cat-Content - und leider auch für Abmahnungen!

Das Internet ist für Cat-Content – und leider auch für Abmahnungen!

Wenn es Internet-Tiere geben würde, es wären wohl die Katzen. Man kommt um die kleinen haarigen Biester ja gar nicht mehr vorbei. In fast jedem Blog kommt mindestens einmal eine Katze vor, es gibt Cat-Content Blogger die sich öffentlich zu Ihrer Katzenliebe bekennen und natürlich auch zahlreiche Webseiten die sich nur um das Thema Katze drehen.

Früher hätte ich immer behauptet, dass das Auto des Deutschen liebstes Kind ist, doch diese Liebe hält oft nur noch 2-3 Tüv-Perioden, länger hält die Liebe zum Tier. Hunde oder Katzen? Im Internet dominieren gefühlt die Katzen und es gibt nicht nur eine Seite die behauptet: Das Internet ist für Katzenfotos!

Der Begriff Cat Content hat sich damals übriges verselbstständigt und wird in vielen Blogs inzwischen als Kategorien-Bezeichnung verwendet. Hat man früher über seine eigene Katze oder über (ja, ich gebe es zu) niedliche Katzenbilder gebloggt, hat sich das Thema Cat-Content inzwischen verselbstständigt. Es gibt komplette flickr-Accounts die nur aus Katzenbildern bestehen, bei YouTube findet man zahlreiche Katzenvideos, bei twitter gibt es Herrchen und Frauchen die für ihre Katze ein Real-Life-Tagebuch führen und dort quasi jedes „wichtige Geschäft“ publizieren. Cat-Content ist wichtig geworden, inzwischen spielen sogar die großen Medien mit und so gibt es z.B. auch bei Spiegel Online in der Netzwelt zahlreiche Artikel rund um das Thema Katze.

Es ist aber nicht immer alles Gold was glänzt, viele Blogger verwenden „nicht eigene Fotos“ – machen sich also einer unerlaubten Fotonutzung strafbar. Das Urheberrecht ist da relativ einfach gestrickt: Nicht euer Bild / nicht euer Foto – dann kann es – im Falle einer Abmahnung – teuer werden. Dabei ist es egal ob ihr das Foto nun nutzt und euren Blogbeitrag visualisiert, das Foto als Avatar / Gravatar benutzt oder aber es bei Facebook, flickr, Pinterest, twitter, etc. verteilt. Bevor man fremde Bilder ins Netz stellt sollte man sich also die Frage stellen: Wer hat die Rechte an dem Bild / Foto / Kunstwerk / der Zeichnung. Das schlimme ist, selbst wenn der Künstler einem irgendwann mal das Nutzungsrecht eingeräumt hat, gilt dieses noch lange nicht für immer. Immer darauf achten ob das Nutzungsrecht zeitlich eingeschränkt ist, nicht das es noch zu klagen kommt.

Man könnte es nun verallgemeinern: Wer fremde Fotos nutzt darf sich über eine Abmahnung nicht wundern, wenn man das entsprechende Nutzungsrecht nicht hat, aber dann könnten auch vermutlich 90% der gerne gelesenen Blogs zu machen. Wer ist sicher? Derjenige der seine eigene Katze fotografiert bzw. fremde Fotos nur dann verwendet wenn man das Nutzungsrecht bekommen oder gar erworben hat. Meiner Meinung nach sind die Höhen der Forderungen der Anwälte eher ein Problem als die eigentliche Abmahnung, wen ein Anwalt von einem Blogger mehr Geld verlangt, als dieser vermutlich in der Lebenszeit seines Blogs darüber eingenommen hat, kann etwas nicht stimmen. Etwas stimmen kann allerdings auch nicht, wenn man z.B. von einem Künstler die Genehmigung bekommt das Foto zu verwenden und anschließend eine Agentur die Rechte an dem Foto erwirbt. Die Agentur durchforstet dann das Netz nach dem Foto und verschickt Abmahnungen, ob das die feine englische Art ist? Vermutlich nicht, aber mit der feinen englischen Art hat man noch nie Geld verdient.

Wie bin ich nun von Katze auf Abmahnung gekommen? Ein Bilder-Anbieter aus dem Netz hatte letztens zahlreiche Blogger abgemahnt, in den Kommentaren gab es bei den sogenannten Gravataren ein Katzenfoto zu sehen, das war nicht lizenziert. So schnell kann es gehen, also passt auf euch – und natürlich auch auf eure Katzen – auf! Das Foto dort oben zeigt übrigens die Katzen Magnete von GUMA Magneticum, ein Foto das ich Gott sei Dank zur Visualisierung verwenden darf…

Hier findet ihr noch ein paar aktuelle Abmahn-Beiträge aus dem www und wer sich durch diese beiden Beiträge klickt, der kommt aus dem Staunen vermutlich gar nicht mehr raus:

Abmahnung: Jetzt hat es uns auch erwischt!

Autodino sollte 19.000 Euro bezahlen – konnte es aber noch mal klären